Entwicklung einer passenden Unternehmenskultur mit dem Barrett Values Assessment
Marc Pfyffer · 09.05.2025 · 4 Minuten Lesezeit
Die Arbeitswelt steht im Epizentrum einer Transformation, die durch künstliche Intelligenz (KI) angetrieben wird. Prognosen zufolge könnte KI das Äquivalent von 300 Millionen Vollzeitstellen verändern. Gleichzeitig entsteht ein enormes Wertschöpfungspotenzial von bis zu 13 Billionen US-Dollar. Dieser Wert wird jedoch nicht durch Technologie allein realisiert: Er ist untrennbar mit der Fähigkeit von Menschen und Organisationen verbunden, sich anzupassen, zu lernen und neue Möglichkeiten wirksam zu nutzen.


Die zentrale Herausforderung des KI-Zeitalters ist somit keine rein technologische, sondern eine zutiefst menschliche. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil verlagert sich von der reinen Anwendung von Technologie hin zur Kultivierung menschlicher Veränderungsfähigkeit. Während KI kognitive Routineaufgaben übernimmt, steigt der ökonomische Wert anspruchsvoller menschlicher Kompetenzen (kritisches Denken, emotionale Intelligenz, Kreativität und effektive Zusammenarbeit) dramatisch an. Forschungsergebnisse belegen seit Langem, dass bis zu 85 % des beruflichen Erfolgs auf diesen «Soft Skills» beruhen; das KI-Zeitalter erhebt diese Erkenntnis zu einem strategischen Imperativ.
Die Fähigkeit einer Organisation, sich zu verändern, hängt direkt von der Energie, der Bereitschaft und dem Können ihrer Mitarbeitenden ab. Genau hier setzt moderne Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter an: Sie überführt die bewusste Gestaltung organisationaler Energie von einer vagen Absicht in eine messbare, strategische Disziplin, die den entscheidenden Unterschied im Wettbewerb ausmacht.
Viele Führungskräfte erkennen die Notwendigkeit für Wandel. Sie initiieren Projekte, um Werte wie «Vertrauen», «Offenheit» und «Eigenverantwortung» zu fördern. Doch häufig stossen sie auf Widerstand, operative Überlastung und eine Kultur, die an alten Mustern festhält. Der Grund: Es fehlt ein systematischer Ansatz, um die grundlegende Energie der Organisation zu erhöhen.
Um die Brücke zu einem zahlengetriebenen Management zu schlagen, müssen wir das Konzept der «Energie» in ein robustes, evidenzbasiertes Geschäftsmodell übersetzen. Hohe organisationale Energie ist das messbare Ergebnis von drei fundamentalen, sich gegenseitig bedingenden Säulen, und damit das Herzstück jeder wirksamen Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter.


Definiert von Harvard-Professorin Amy Edmondson, ist psychologische Sicherheit die Überzeugung, dass man in einem Team zwischenmenschliche Risiken eingehen kann, also Ideen äussern, Fragen stellen und Fehler zugeben darf, ohne Demütigung oder Bestrafung zu fürchten. Googles «Project Aristotle» identifizierte sie als den mit Abstand wichtigsten Faktor für Hochleistungsteams.
Der Business Case ist eindeutig: Organisationen mit hoher psychologischer Sicherheit verzeichnen bis zu 22 % höhere Produktivität, 47 % mehr innovative Ideen und eine 12 % höhere Mitarbeiterbindung. Sie ist die unabdingbare Voraussetzung für Lernen und Agilität in komplexen Zeiten, und damit der erste Hebel jeder zukunftsfähigen Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter.
Gallup definiert Engagement als die «Beteiligung und Begeisterung von Mitarbeitenden bei ihrer Arbeit». Engagierte Mitarbeitende sind nicht nur zufrieden, sie sind emotional mit den Zielen des Unternehmens verbunden.
Die umfassenden Meta-Analysen von Gallup, basierend auf Daten von Millionen Mitarbeitenden, zeigen einen unbestreitbaren Zusammenhang zum Geschäftserfolg. Teams im obersten Quartil des Engagements sind im Vergleich zu den schwächsten Teams:
Engagement ist die messbare Manifestation von «positiver Schwingung» und «Eigenverantwortung» und ein Schlüsselindikator im Controlling der Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter.
Die Kenntnis der Säulen allein reicht nicht aus. Der Erfolg liegt in einem integrierten System, das die Energie im Arbeitsalltag aktiviert und nachhaltig verankert. Die folgenden vier Elemente werden passgenau auf die Situation und den Reifegrad der Organisation angepasst, um die Veränderungsfähigkeit zu entwickeln.
Jede nachhaltige Transformation beginnt mit einer präzisen Standortbestimmung. Dafür nutzen wir u. a. das Barrett-Values-Assessment-Modell als Instrument zur tiefgreifenden Kulturanalyse und strategischen Ausrichtung. Es misst die Werte einer Organisation auf drei Ebenen: die persönlichen Werte der Mitarbeitenden, die aktuell gelebte Kultur und die gewünschte zukünftige Kultur. Die Analyse macht die oft unsichtbaren Treiber von Verhalten sichtbar, deckt potenziell limitierende Faktoren (kulturelle Entropie) auf und liefert eine klare, datenbasierte Landkarte für den Veränderungsprozess.
Das Verhalten der direkten Führungskraft erklärt bis zu 70 % der Varianz im Engagement eines Teams. Wir entwickeln Ihre Führungskräfte gezielt darin, psychologische Sicherheit, Engagement und Flourishing aktiv zu fördern, weg vom Kontrolleur, hin zum Coach und Befähiger. Genau diese Rollenverschiebung ist ein Kernbestandteil erfolgreicher Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter.

Wir begleiten Veränderungsprozesse und helfen Ihnen, Ihre «Interaktionsgefässe» (Meetings, Dialoge und Workshops) so zu gestalten, dass sie Energie spenden statt rauben. Durch klare Ziele, strukturierte Moderation und einen Fokus auf Verbindlichkeit wird die Zusammenarbeit zur wertschöpfenden, kulturbildenden Praxis.
Die grösste Hürde für nachhaltige Veränderung ist das Zurückfallen in alte Gewohnheiten. LEADO ist mehr als ein Tool: Es ist das digitale Betriebssystem, das die neue Kultur im Arbeitsalltag verankert:
Im KI-Zeitalter ist Ihr wertvollstes Gut nicht Ihr Algorithmus, sondern die adaptive Energie Ihrer Mitarbeitenden. Eine Kultur, die auf den Säulen psychologische Sicherheit, Engagement und Flourishing aufgebaut ist, ist keine «nette Geste», sondern eine strategische Notwendigkeit für Innovation, Resilienz und nachhaltigen Geschäftserfolg.
Der Weg dorthin erfordert mehr als punktuelle Massnahmen. Er erfordert ein integriertes System, das die menschliche Seite der Transformation mit den richtigen Prozessen und digitalen Werkzeugen verbindet. Die Investition in eine zeitgemässe Organisationsentwicklung im KI-Zeitalter zahlt sich mehrfach aus:
Als Pfyffer Partner entwickeln wir mit unseren drei sich ergänzenden Leistungsbereichen, Culture, Leadership und Change, systematisch und nachhaltig genau diese Veränderungsfähigkeit. Indem Sie Ihre Organisation als Kraftwerk betrachten und gezielt in die Erzeugung und Lenkung organisationaler Energie investieren, schaffen Sie den entscheidenden Vorteil, um die Chancen der KI-Revolution voll auszuschöpfen und eine wirklich menschliche, aufblühende Arbeitswelt zu gestalten.
Sie möchten erfahren, wie Sie die Energie-Dividende in Ihrer Organisation heben? Vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch mit Marc Pfyffer und entdecken Sie, wie Ihre Organisation zum Kraftwerk im KI-Zeitalter wird.
Gründer und Managing Partner. Transformationscoach, Change-Experte und Dozent für Leadership. Begleitet Organisationen seit über 20 Jahren in Kultur, Führung und Change.
So begleiten wir das Thema dieses Artikels in der Praxis.
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